Dein Weg

Hast Du Dir schon einmal überlegt „Du stirbst“?

Aus privaten Gründen rückt das Thema gerade dicht an mich heran. Auch wenn ich in meinem Job im Altenpflegeheim täglich den Tod vor meinen Augen habe, beschäftige ich mich dennoch nicht immer in meiner Tiefe damit.
Ausgelöst durch Anzeichen eines Herzinfarktes bei meinem Papa, wird das Thema gerade sehr präsent. Meinen weiblichen Qualitäten entsprechend bekommt das Thema um den Tod viel Raum. Da ist Wut, Ohnmacht und Traurigkeit in mir. Die tröstenden Worte meines Schatzes erreichen mich kaum. Das Thema Tod ist einfach viel zu essentiell, macht mich wach und bringt mich in meine kraftvolle Weiblichkeit. Es inspiriert mich auf das höchste, meiner Sterblichkeit bewusst zu werden.

Ich hatte mit 19 Jahren meine erste Begegnung mit dem Tod. Lange Zeit habe ich im Tod nichts als Vernichtung und Verlust gesehen. Ich habe den Tod lange verdrängt. Das Thema war sehr schmerzlich für mich. Mit dem Tod meiner geliebten Großmutter 2004 änderte sich alles. Ich machte ein unglaubliches Erlebnis in ihrem Sterbeprozess. Dafür bin ich ihr heute noch sehr dankbar. Das war auch der Moment, in dem sich meine berufliche Laufbahn änderte. Heute arbeite ich in einem Altenpflegeheim und mit all meiner Liebe und Fürsorge bin ich gern für sterbende Menschen da. Immer wieder habe ich echte WUNDER im Sterbeprozess erlebt. Für mich ist jetzt der Tod ein Spiegel, in dem der ganze Sinn des Lebens reflektiert wird. Ich sehe den Tod als meinen größten Lehrmeister an. Ich sehe im Tod einen normalen Prozess. Ich akzeptiere ihn als Realität, der ich solange ausgesetzt bin, wie ich mich in weltlicher Existenz befinde. Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. Mein Tod ist nicht vorhersehbar. Ich weiß weder wann noch wie er mich ereilen wird. Daher finde ich es klug, mich auf ihn vorzubereiten, bevor es so weit ist.

Was ist die EINE Botschaft, für die dein Leben stehen soll?
Warum stehst Du jeden Morgen auf?
Was macht Dein Sein aus?

Du bist nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere Dich haben wollen. Dir wurde schon als kleines Mädchen eingeimpft: Denk an Dich selbst zuletzt. Egoistisch zu sein galt als Schimpfort. Du mutige und kraftvolle Frau ließest Dich tatsächlich von diesem Vorwurf einschüchtern.
Als Kind bist Du dem Ruf deines Lebens bedingungslos gefolgt. Dann hast Du Dich angepasst, um dazu zu gehören. Du hast Dein kreatives Genie verleugnet und mitgespielt. Ein Prozess jahrelanger Konditionierung begann, in dem es nicht darum ging, herauszufinden, was du selbst liebst, sondern das zu tun und zu wissen, was andere für richtig hielten. Anstatt dein Potential frei zu entfalten, wurdest du angehalten, in vorgegeben Grenzen zu denken und zu handeln.

Wie kommst Du dazu Deine kraftvolle Weiblichkeit wieder zu erlangen und dein Ding zu machen?

Die einzige Antwort, die ich kenne und mir hilft ist, mir meine Sterblichkeit bewusst zu machen.
In den bestimmten und heißesten Momenten meines Lebens, helfen mir keine Psychotechniken mehr. Das Einzige was mir dann hilft, ist, mir klar zu machen, dass ich sterbe. Und wenn ich sterbe, werde ich in meinen letzten 20 Minuten ganz sicher nicht darüber nachdenken, wie toll das war, dass ich irgendjemanden zuliebe Kompromisse gemacht habe. Das Einzige was dann zählen wird, ist, ob ich meine Kraft gelebt habe, ob ich meinen Hintern richtig weit raus gehangen habe, ob ich verschiedene Dinge einfach ausprobiert habe. Da wird sehr wahrscheinlich auch nicht zählen wie viel Geld auf meinem Konto ist oder nicht ist. Es zählt auch nicht, wer mich alles gelobhudelt hat.
Das Einzige was dann zählt, und das weiß ich von meiner Arbeit mit Sterbenden: die Menschen sterben genauso wie sie gelebt haben. Menschen die voll gelebt haben, haben eine Aura von Frieden um sich herum, wenn sie loslassen. Und Menschen, die nicht gelebt haben, kämpfen bis zum letzten Atemzug und das ist oft ganz traurig, weil dann in den letzten Tagen, Stunden so klar wird, dass das Leben nicht vollendet ist.

Was ist Deine größte Sehnsucht? Warum bist Du hier?

Wir sind, was unsere Zweifel betrifft, oft so verkopft. Wir gehen mit Fragen ran wie „Wie bekomme ich Haushalt, Kinder, Job unter einen Hut? Wo kriege ich mehr Geld her? Wie kann ich mich, meinen Körper, meine Sexualität lieben? Wie kommuniziere ich kraftvoll und klar mit anderen und bleibe dennoch ganz bei mir?“ statt am Anfang immer wieder zu fragen „Was ist Dein Feuer und wo ist Deine kraftvolle Weiblichkeit?“
Du kommst mit deiner Kraft in Kontakt, wenn Du Dir Deine letzten Minuten vorstellst. Deinen physischen Tod als Lehrmeister einzuladen ist nicht morbide. Es ist zutiefst vital. Angesichts Deiner Sterblichkeit kannst Du am klarsten sehen, was in Deinem Leben wirklich wesentlich ist.

Eines Tages wird es so weit sein und andere Menschen werden sich an dich erinnern.

Welche drei Qualitäten sollen ihnen dann einfallen?
Für welche drei Eigenschaften möchtest du bekannt sein?

Schreib sie auf und dann mach den Test.
Versende gleich eine E-Mail an 10 Bekannte und frage sie.

„Der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens und wir alle müssen uns ihm früher oder später stellen. Ich sehe zwei Möglichkeiten, wie wir mit dem Tod umgehen können, so lange wir noch leben. Wir können ihn entweder ignorieren oder wir können uns der Aussicht auf unseren eigenen Tod stellen und beginnen, indem wir uns eingehend mit ihm befassen, das Leiden, dass er uns bringen kann, zu vermindern. Wir können ihn auf keinen Fall umgehen.“ (aus dem Buch: „Das tibetische Buch vom Leben und Sterben“)

Ich bin rund…Na und!
Einfach schlau sein, einfach Frau sein (Teil 1)

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