Einfach schlau sein, einfach Frau sein 2

Die Kunst des Annehmens

2. Diplomatischer Punkt

Die Frau nimmt an, was er freiwillig gibt!

Meiner Meinung nach haben Frauen ein Anrecht darauf, dass ihnen diverse Möglichkeiten offen stehen: Aus-und Weiterbildung, eine befriedigende berufliche Laufbahn, Vollzeit-Mutterschaft, Ehe oder andere Verbindungen, die ihren Neigungen entsprechen. Das ist für mich Feminismus. Das Bestreben, mehr Frauen mehr Wahlmöglichkeiten zu geben. Ich wollte und konnte immer ein Wörtchen mitreden. Leider hatte ich nicht viel über die Kunst des Annehmens gelernt.

Annehmen, das klingt trügerisch einfach. Es bedeutet, dass Du offen für Geschenke bist, gleichgültig ob sie groß oder klein ausfallen. Es bedeutet, dass Du Dich mit einem Lächeln bedankst, wenn Dein Mann das Baby ins Bett bringt, Dich groß ausführt oder bei einer Party einen Stuhl besorgt. Das ist keinesfalls selbstverständlich, auch wenn es so scheinen mag, denn viele Frauen haben insgeheim Zielsetzungen, die dazu führen, dass Du letztlich glaubst, geben sei seliger als nehmen.

Du fragst Dich: „Wenn er den Kleinen ins Bett bringt, zieht er ihm den Schlafanzug garantiert wieder verkehrt herum an.“
„Er hat einen anstrengenden Tag hinter sich und muss entspannen; es ist besser, wenn ich das Kind ins Bett bringe.“
„Wir können es uns nicht leisten, auszugehen.“
„Ein Film, den er auswählt, gefällt mir bestimmt nicht.“
„Ich will nicht neben dieser grässlichen Frau sitzen, die Mitglied im Elternrat ist, da verzichte ich lieber auf den Stuhl, den er mir anbietet.“

Deine Meinung zählt und Du hast das Recht, sie zum Ausdruck zu bringen, aber es ist in Deinem besten Interesse, solche Angebote Deines Partners dankbar und ohne abfällige Bemerkungen anzunehmen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Frauen in einer sexuellen Beziehung die Empfangenden sind-und das lässt sich auch auf die spirituelle Ebene übertragen. Wenn man diese Tatsache akzeptiert strebt man eine Partnerschaft an, die mehr Nähe und Erfüllung bringt.

Falls Du entzückt über die Bereitschaft Deines Partners wärest, etwas für Dich zu tun, verkennst DU möglicherweise seine Liebesgaben. Oft lehnen Frauen sie ab, weil sie nicht das sind, was sie sich vorgestellt hat. Oftmals sind Frauen kurzsichtig, wenn es um ihren Partner geht. Frauen haben eine verzerrte Sicht auf ihren Partner. Seine Großzügigkeit erkennen sie erst, wenn ein dritter sie mit der Nase darauf stieß.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, annehmen zu verweigern:

– Du kannst Dich weigern, Komplimente wirklich anzunehmen.
– Du lässt Dir nicht helfen.
– Du erlaubst nicht, dass Du die Blicke und Berührungen eines anderen
Menschen wirklich fühlst.
– Du ignorieren Menschen, die Dir Zuneigung entgegen bringen.
– Du kämpfst gegen das offene Empfangen von Kritik.
– Du bist bei Arbeiten immer schneller als die anderen.
– Du weigerst Dich, die Impulse des Lebens zu empfangen.

Wenn Du solche Liebesgaben nicht als das annimmst, was sie sind, hast Du das Gefühl, zu kurz zu kommen, weil Du denkst, dass dein Partner Dir nicht den kleinsten Gefallen erweist. Und dem versuchst Du mit allen Mitteln entgegenzuwirken. Du schreibst ihm Zettel, setzt Grenzen oder schilderst Deine Gefühle, um ihn zu bewegen, sein Verhalten zu ändern. In aller Regel reagiert er nicht besonders erfreut, spielt den müden Krieger und stellt klar, dass Du viel zu viel von ihm verlangst. Zu diesem Zeitpunkt bist Du bereits überzeugt, dass er rücksichtslos und faul ist. Selbst wenn er Deinen Wünschen nachkommt, bist Du nicht zufrieden, weil Du mehr als sein Geschenk willst: Du wünschst Dir, dass er Dich gerne beschenkt.

Wo und wie verweigerst Du echtes annehmen?

Stell Dir einmal vor, Du wolltest Deine Freundin mit einem mit viel Liebe ausgewählten Geschenk überraschen. Du verpackst das Geschenk hübsch und überreichst es voller Spannung. Doch statt glücklich zu lächeln und sich bei Dir zu bedanken, verdreht sie die Augen und weigert sich, es anzunehmen. Als Du nach dem Grund fragst, sagt sie, dass sie es ganz einfach nicht will oder dass Du es ihr nicht angemessen präsentiert hast. Natürlich bist Du sehr enttäuscht, und Du wirst es Dir zweimal überlegen, bevor Du dieser Freundin wieder etwas schenkst.
Wenn Du Dich in dieser Situation wiedererkennst, keine Sorge – noch ist nicht aller Tage Abend. Solange die Ehe oder Partnerschaft besteht, gibt es ein Allheilmittel für dieses Problem. Die meisten Männer lassen nicht locker und machen weiterhin kleine Geschenke, auch wenn sie jahrelang zurückgewiesen wurden. Nimm ab jetzt dankbar an, und Du wirst in kürzester Zeit nicht nur zahlreicher, sondern auch mit wachsendem Enthusiasmus dargeboten werden.

Was müsstest Du fühlen, wenn Du Dich für die Kunst des Annehmens öffnest?

Dankbar annehmen bedeutet, dass Du auch dann lächelst und Dich bedankst, wenn ein Geschenk nicht ganz nach Deinem Geschmack trifft. Falls Du beispielsweise gern ein neues Auto hättest, und Dein Mann schenkt Dir ein Modell, dass besser ist als Dein jetziges, aber nicht so gut wie der Mercedes, auf den Du ein Auge geworfen hast – nimm es trotzdem dankbar an. Sei dankbar, auch wenn das, was er gibt, hinter Deinen Erwartungen zurückbleibt.

Um erfüllte und lebendige Beziehungen zu erfahren, ist es absolut wichtig und notwendig, dass Du wieder die Kunst des Annehmens lernst.

Wenn ein Partner tatsächlich mit seinen „Geschenken“ knausert, ist das möglicherweise seine Reaktion auf wiederholte Zurückweisungen und fortlaufende Entmachtung.
Hast Du das Gefühl, dass Dein Partner damit geizt? Dann solltest Du noch wachsamer werden. Vielleicht stellst Du dann fest, dass Du so manche Aufmerksamkeit übersehen und Dich selbst um den Genuss gebracht hast.

Worin liegt die Großzügigkeit Deines Partners?
Welche Liebesgaben hast Du heute bekommen?
Welchen kleinen Gefallen hat er Dir heute erwiesen?

Ich lade Dich ein, die kleinen Aufmerksamkeiten (d)eines Mannes genauso anzunehmen wie ein Kompliment: mit einem Lächeln und einem „Dankeschön“. Lerne, alle Aufmerksamkeiten-große wie kleine- anzunehmen. Selbst wenn Du nicht sicher bist, dass Du ein solches Geschenk wolltest oder Dir leisten kannst. Sei offen für Liebesgaben, die Dir bisher entgangen sind!

Beobachte heute, wie oft und auf welche Weise Dich das Leben und Dein Partner beschenkt. Nimm jedes Geschenk ganz bewusst an. Atme tief durch, entspanne Deinen Körper. Lass das Geschenk in Dir ankommen.
Erstelle eine kurze Liste darüber, welche Geschenke Du heute erhältst.
Nun, lasse Dich überraschen!
Ich wünsche Dir einen Tag vieler bewusst erfahrener Geschenke;
Gwynnefer Sylvia

Die Kraft deiner Erfahrungen
Der falsche und der richtige Weg

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