Männerhass

Verbunden und verwoben ist alles – von den Galaxien zu den Sternen, von den Sternen zu den Planeten und von der Erde zum Menschen. Dies sagen nicht nur die alten Weisen, sondern ist bereits mit heutigen, wissenschaftlichen Mitteln belegt. Resonanz ist ein Wechselspiel und keine Einbahnstraße und da alle Menschen stetig in Resonanz mit den Erdfrequenzen stehen, stehen auch alle Menschen stetig in Resonanz zueinander. So also auch die weibliche und männliche Spezies.

Vor 18 Jahren bin ich nach einem persönlichen Schicksalsschlag auf den spirituellen Pfad gelangt. Über viele Jahre bin ich durch meine persönlichen und weiblichen Erlebnisse auf dem spirituellen Weg mit kollektiven Themen in Berührung gekommen, die nach Heilung rufen. In einer Aufstellungssession vor einigen Jahren, sah ich die Bilder, wie mir ein Kind aus dem Bauch geschnitten wurde. Ich traute mich lange Zeit  nicht an diese Schicht ran. Ich merkte nur diesen Frust in meinem Leben und verstand gar nicht, wo das her kam. Es geht um all das, was Männer Frauen angetan haben und immer noch antun. Frauen, die vergewaltigt werden, Kinder die vergewaltigt werden, Frauen, die unterdrückt und als weniger Wert angesehen werden. Es ist wie ein Weltenschmerz in mir.

Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass ich und  jede Frau in größere Zusammenhänge eingebunden sind, die uns prägen, fördern wie auch behindern. Das Verhalten von Männern erscheint unlogisch und ich fühlte mich nicht richtig verstanden. Die Nachrichten präsentieren mir fast täglich solche Missverständnisse auch zwischen Nationen.

WEIBLICHER SCHMERZKÖRPER

Es geht nicht um meine Geschichte. Ich wurde nie vergewaltigt, unterdrückt oder anders missbraucht. Ich erlebe viele liebevoll, herzliche und treue Männer in meinem Umfeld. Ich darf meine Ideen leben und werde männlich tatkräftig unterstützt. Ich habe eine wundervolle Ehemann, Freund und Unterstützer an meiner Seite. Wir werden immer vertrauter und haben eine echte schöne innere Nähe. Mit jeder schwierigen Herausforderung die sich uns als Paar stellt, bietet sich uns eine Chance auf gemeinsamem Wachstum. Die Nähe zu meinem Schatz bringt ungelöste Emotionen an die Oberfläche. Mein weiblicher Schmerzkörper hat die kollektive Erfahrung von Männerhass gespeichert. Ich weiß dass es nichts mit meinem Schatz zu tun hat, sondern woanders her kommt. Die Empörung und die Wut die ich viele Jahre in mir trug, wandelte sich irgendwann in Schmerz. Wenn Frauen eine tiefe Beziehung haben, kommen sie an diesen Weltschmerz heran.

Ich habe es sehr schmerzhaft vor ca. 2,5 Jahren mit meinem Mann durchlebt. Ich fing während dem Sex an zu weinen oder zu toben und hatte doch dabei nichts auszustehen. Mein Mann hatte es mir gut gespiegelt mit der Frage “Warum musst Du gerade den Weltschmerz heilen?” Ich finde es unwahrscheinlich befreiend, sich diese Wut auch zuzugestehen. Dass ich mich damit zeigen und auch ausdrücken konnte, hat unsere Beziehung eine Etage tiefer gebracht.

Wie gehe ich nun mit diesem Männerhass um, ohne meinem Schatz oder irgendjemanden damit zu verletzen und es für mich in der Tiefe zu klären? Was ist die Botschaft, Lektion von Männerhass den ich fühle?

EMOTIONALE EBENE

80% unserer Kraft und Lebensenergie hängen in unserer emotionalen Ebene fest. Gute Emotionen lassen uns himmelhoch jauchzend sein und schlechte Emotionen uns in den Keller bringen. Emotionen bewegen uns hin und her. Es ist wichtig unsere Emotionen zu meistern. Nicht in dem Sinne von gerade biegen, sondern gut mit ihnen zu kooperieren. Emotionen sind Energie in Bewegung und sind sehr, sehr oft gute Signalgeber. Das heißt, wenn wir unsere Emotionen nicht bekämpfen, sondern wenn wir sie in unser Haus lassen, dann können wir gerade sehr viel lernen was in unserem Leben fehlt. Emotionen, wie z.B. Wut, Hass, Trauer  sprechen zu uns. Emotionen sind manchmal auch ein altes, nicht verdautes Erfahrungspacket aus unserer Kindheit oder aus kollektiver Geschichte. Männerhass als Vergangenheitspart, der erlöst werden möchte.

Wenn ich an diese Schicht komme, ist es sehr wichtig es meinem Partner gegenüber zu kommunizieren. Selbst wenn rein rational klar ist, dass dieser Hass nichts mit meinem Schatz zu tun hat. Er steht als Stellvertreter für das männliche Geschlecht in meinem Leben. Es geht nicht darum diesen Hass, der da hoch kommt an meinem Schatz auszulassen. Doch es geht schon darum, das über ihn, an das männliche Geschlecht zu kommunizieren.

KOLLEKTIVE WUNDE

Dafür sind auch zurückgehaltene Botschaften da.  Mich einfach vor ihn hinzusetzen, zu sagen „Bitte höre mir einfach mal 20 Minuten zu“ und dann den ganzen Männerhass auszupacken. Mir wirklich vorzustellen, dass ich über ihn, mit der gesammelten männlichen Spezies spreche. Aus dieser kollektiven Wunde muss einfach der Eiter raus. Diese Wunde ist richtig tief.  Mir tut es nicht gut, wenn ich versuche es rein rational zu heilen.

Ich vertraue darauf, dass  er ein cooler Mann und starker Mann ist und  die Eier in der Hose hat, mein Geschenk anzunehmen und zu verstehen, dass es total kostbar ist, dass ich ihm diese Schicht zeige.

Und Männern tut es auch gut, das nicht so furchtbar persönlich zu nehmen, sondern zu verstehen, dass es alt ist und dass es ein Akt des Vertrauens ist, wenn die Frau diese Schicht mit ihm teilen möchte. Aber auch zu verstehen, dass Männer wiederum Zugang zu dieser kollektiven Ebene vom Mannsein haben. Den Schmerz den die Frau mit dem Mann teilt, auch an das Mannsein zu geben. Und im Namen aller Männer, dieser Frau gegenüber um Verzeihung zu bitten und Heilung anzubieten.

Mich berührt DIESES Video immer wieder SEHR. Tränen der Heilung dürfen fließen.

Ich bekomme das Thema gerade auch in meinem Business kraftvolle Weiblichkeit präsentiert. Ich darf mich fragen, wieviel Raum gebe ich da den Männern. Wie kraftvoll bin ich wirklich, wirklich?
Und eigentlich, kenne ich  meine Antwort bereits. Das spüre ich gerade beim schreiben dieser Zeilen. Wenn ich als Frau ganz in meiner Kraft bin, möchte ich die Männer mit in die Heilung der jetzigen Zeit nehmen.
Frau sein bedeutet für mich Raum geben. Das tun wir ganz natürlich in einer einer Schwangerschaft. Warum also den Männern nicht den Raum zur Heilung bieten?

Ich lerne gerade mit einer emotionalen Wunde in meinem Leben immer achtsamer und liebevoller umzugehen. Ich nutze den Schmerz, um mich nach Hause zu führen in meine Tiefen der Weiblichkeit.

sanftMUT
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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Gwynnefer! Ich bin tief berührt von Deinen Zeilen! Vor zwei Tagen befand ich mich in einer Aufstellung und durfte dort die Machtlosigkeit der Frauen in meiner Ahnenreihe erkennen. Das bestätigte auch mein bislang immerwährendes Gefühl, um alles in meinem Leben, vor allem um die Liebe kämpfen zu müssen und es als aussichtslos zu erleben. Nun bin ich seit einer Zeit auf dem Weg zu mir als Frau in meiner Kraft und meinem weiblichen Wesenskern. Da eröffnete sich mir ein Bild tiefer Verachtung des Männlichen, welches mir bis jetzt nicht bewusst war. Zunächst dachte ich, es geht um die Männer meiner Kindheit und meinen vergangenen Beziehungen. Instinktiv spürte ich aber, dass es viel tiefer geht. Ich habe mich in meiner letzten Beziehung so bedroht gefühlt, manipuliert, ausgenutzt und herabgewürdigt. Nun trage ich Schicht für Schicht ab und erkenne meine Muster, die das möglich gemacht haben. Da ist ein tiefer Schmerz in mir und zugleich die tiefe Sehnsucht, die mich diese Beziehung beenden ließ. Eine Schicht ist nun aufgetaucht und diese ist diese tiefe Verachtung des Mannes. Und ich bin dennoch dankbar, denn dieser Mann in meinem Leben hat mich wach werden lassen, weil er mir alles gespiegelt hat, was mit mir und auch dem kollektiven Verständnis des männlichen nicht mehr geht. Ich bin überzeugt, dass wir die Männer ins Boot holen müssen, um das Leben auf diesem Planeten zu retten. Danke für das Video…ich habe bitterlich geweint und war zutiefst berührt, bin zutiefst dankbar, zu erfahren, dass es Männer gibt die das erkannt haben. Ich fühlte mich zutiefst verstanden und mein Herz wurde weiter. Und nun sehe ich den Weg zu mehr Frieden in mir und der Aussöhnung mit der Vergangenheit. Das gibt mir Hoffnung, weil ich jetzt auch voll meine Weiblichkeit annehmen lerne. Ist noch ein Weg, aber fühlt sich saugut an. Vor allem, weil ich spüre, diesen kraftzehrenden Kampf aufgeben zu können. Ich danke Dir Alles Liebe Kathrin

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    • Liebe Kathrin,

      Weiblichkeit ist der Weg zu dir selber.
      Ich wünsche dir ein sanftes, erhellendes Kennenlernen deiner Weiblichkeit.
      Alles Liebe von Gwynnefer

      Antworten

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