Die Magie der Raunächte

Die Raunächte laden uns ein, uns in ihren Schatten zu hüllen und die Dunkelheit zu feiern. Denn in dieser Dunkelheit beginnt etwas Neues, so wie im dunklen Schoß der Erde der Keim aufbricht und sich seinen Weg an die Oberfläche bahnt.
Die Raunächte sind Rauch-Nächte. Der Rauch verschleiert das Sichtbare noch mehr, umnebelt und benebelt uns. Dadurch verstärkt er eine andere Wahrnehmung der Dinge, wirft uns auf uns selbst zurück und nur von dort ist es möglich, einen Neuanfang zu machen. Wie der Rauch die Verwandlung des Brennstoffs durch das Feuer in etwas ganz Anderes anzeigt, so helfen uns die Raunächte, uns selber zu wandeln. Feuer steht für die Transformation. Was einmal verbrannt ist, kann nicht mehr in seinen alten Zustand zurück. Aus Asche wird nie wieder Holz werden. Aber die Asche ist die Grundlage für neues Leben.

Die vergangenen Raunächte im Jahr zuvor, war für die Entwicklung im darauffolgenden Jahr 2016 wichtig. In den Raunächten 2015/16 zog ich die Jahreskarte „Schreibe“. Diese Karte kam als konkrete Aufforderung zu mir. Ich schob meine Idee, ein Buch zu schreiben, bereits über drei Jahre bereits vor mir her und erhielt  in der magischen Zeit der Raunächte viele Zeichen und Impulse, um mit dem Schreiben anzufangen.

Am Tag haben wir 60 000 Gedanken. Einige kommen und sind sogleich auch wieder verschwunden. Einige kommen, bleiben eine Weile und verlieren dann ihre Kraft. Und einige kommen, setzen sich fest, und wir schieben es immer wieder vor uns her. Doch in ihnen ist so eine Magie und irgendwann will der Gedanke umgesetzt werden.

„Ich schreibe ein Live- E-Book“ war für mich nach der Zeit der Raunächte so ein Gedanke. Ich kündigte mein Schreibvorhaben laut an. Ich verpflichtete mich selber, an meinem Buch zu schreiben und nicht wieder einzuschlafen. „Was hatte sie konkret vor?“, fragst du dich jetzt? Ich schrieb ein Jahr lang live, unzensiert, unlektoriert und für den Leser kostenlos mitten aus dem Leben der Bedürfnisse. Ich baute mir eine kleine Lesegemeinschaft von neunundvierzig Menschen auf, welche mich von nun an, jede Woche unterstützte. Meine Jahresvision war es, dass nach den zweiundfünfzig Wochen mein Bedürfnis-Buch entsteht mit Unterstützung aus den Blogbeiträgen und den Kommentaren.
Im Februar trat ich der Autorenwerkstatt von Cornelia Lindner bei. Ich kenne Cornelia schon eine Weile, mag ihr sanfte und kraftvolle Art und Weise sehr.
Von der Autorenwerkstatt wünschte ich mir Austausch mit Anderen und Inspirationen, wie ich auf meinem Weg weiter vorgehen kann.

Jeden Monatswechsel ist Seelenzeit mit mir selber. Ich komme zur Ruhe, gehe in die Stille. Dann verbinde ich mich mit meiner Jahresqualität aus den Raunächten. Ich hole mir meine Notizen heraus und lese sie mir durch. Ich achte dabei auf meine Gedanken und Impulse. Jeder Monat hat auch eine eigene Botschaft in den Raunächten mitgebracht. Ich erlebe immer wieder wie mich die Ausrichtung auf meinem Weg unterstützt.

Ich schrieb fleißig jede Woche meinen Beitrag mit mindestens tausend Zeichen. Ich schrieb frei aus mir heraus. Ich brachte meine Gedanken und Gefühle so zum Ausdruck, wie sie aus mir herauskamen. Die ersten Feedbacks spiegelten mir wieder, das meine Rechtschreibung und Grammatik besser sein könnten. Mir wurde bewusst, dass ein fehlendes Komma hier und ein fehlender Doppelpunkt dort, eine fehlerhafte Selbstdarstellung zustande bringen. Es betrübte mich sehr, das Rechtschreibung und Grammatik meine Schwachstellen waren.
Im März lief mir der erfolgsversprechenden Online-Kurs „SchreibGlück“ über den Weg. Hoffnungsvoll meldete ich mich an. In 12 Lektionen lernte ich alles, was ich benötigte, um mit dem Schreiben durchzustarten. Jede Lektion begann mit einem Vortrag. Experten kommen zu Wort. Ich hatte die Möglichkeit, live Fragen zu stellen. Dazu gab es ausführliche Skripts. Ich bekam die Möglichkeit, in meinem Tempo zu arbeiten und zu schreiben. Ich lernte viele entspannte Schreibübungen kennen.
Nun wurde meine Raunachts-Botschaft noch viel konkreter. Ich verpflichtete mich, mein Exposé zu schreiben. (Ein Verlag lässt sich von einem Autor das Exposé eines Buches vorlegen, um zu entscheiden, ob das Buch in die Planung aufgenommen werden soll. Ein Exposé beschreibt darum meist Inhalt und Hauptidee eines Werks, das noch nicht existiert.)

Wenn ich gewusst hätte, was für Hürden auf mich warteten…
Innere Ängste und Zweifel blockierten mich immer wieder. „Niemanden interessiert es, was ich schreibe“, „Ich kann mich nicht gut genug ausdrücken“, dachte ich oft. Es ist natürlich sehr naiv von mir zu denken, einfach loszuschreiben geht schon irgendwie gut.
Ich begab mich auf den Weg, vom Chaos in meine Buchstruktur. „Ich komme so wie bisher nicht weiter“, machte mir ein Gespräch klar. Ich fühlte mich hilflos. Ich sah keine Möglichkeit, wie ich etwas verändern konnte. Ich stieß an meine Grenzen. Ich muss so viel beachten und noch viel mehr lernen. Das stresste mich. Ich war fleißig, ehrgeizig und kämpfte für meinen Erfolg. Ich bemühte mich, interessante Beiträge zu liefern. Denn am Ende will ich doch die Siegertrophäe in Form meines Buches davontragen.
Ich strengte mich den Sommer über so sehr an.  Ich gab alles von mir. Wie ein Blatt im Wind bewegte ich mich zwischen Kämpfen, Flüchten, so tun, als ob und aufgeben, um meine schmerzhaften Erfahrungen nicht zu fühlen.

Uns stehen die Raunächte auch zur Verfügung, um Ereignisse der letzten zwölf Monate zu bereinigen. Alles Belastende, alles, was nicht zu uns gehört, können wir in den Raunächten in verschiedenen Ritualen bewusst loslassen. Wir verabschieden uns vom alten Jahr, von Vergangenem. So ist es auch beim Schreiben für mich.

Ich verband mich immer wieder innerlich mit der Energie der Raunächte. Ich musste bereits vorhandene Text immer wieder loslassen. Meine monatlichen Affirmationen, die ich in den Raunächten aufgeschrieben hatte, zentrierten mich auf meine Träume und Sehnsüchte.
Im Herbst feierte ich einen Etappensieg und freute mich riesig. Ich fuhr tatsächlich mit dem Exposé in der Tasche nach Baden-Baden zum Tagesworkshop von SchreibGlück. Voller Freude überreichte ich es dem Sheema Verlag. Ich war glücklich und froh, es geschafft zu haben.

Beim Schreiben meines Exposés holte ich mir mit Susanne Sperlich professionelle Hilfe an meine Seite geholt, sollten sich doch in so einem wichtigen Dokument keine Rechtschreibefehler einschleichen.

Mit ihr habe ich auch heute noch einen guten Service, den ich mir echt leisten kann, der wichtig ist, der gut und schnell zuarbeitet, denn ich blogge und poste auch viel. Susanne machte mir ein gutes Angebot: Wenn ich fix einen Text an sie schicke, schickt sie es mir fix zurück und ich kann es fehlerfrei veröffentlichen. Mir plumpst ein Stein vom Herzen. Ich habe endlich eine Lösung für meine Schwäche gefunden. Ich habe Susanne nun im „Monatsabo“ und bin tierisch erleichtert. Sie ist meine Textfee.  Ich bin so froh, nicht mehr alles alleine machen zu müssen. Ich habe nun meine erste „Angestellte“ die sich um meine Texte kümmert. Ich bin gerade überwältigt. In diesem Jahr habe ich zwei Beiträge für das Magazin Compassionar geschrieben. In der Zeitschrift maaS No. 4 erscheint mein  Beitrag „Sisterhood“. Die Ausgabe ist überschrieben: „Ich und Gemeinschaft“ –  Jeder Einzelne ist wichtig! Sehr ermutigend. Ab 16. Dezember 2016 erhältlich.

Die Raunächte – wer hört beim Klang dieser Wörter nicht Flüstern im Gebälk des Hauses? Bald öffnen sich die Pforten wieder. Ich schließe diesen Kreislauf mit der Karte Reichtum. Ja, ich fühle mich wirklich reich beschenkt. Ich bin auf die Zeit zwischen den Jahren schon wieder sehr gespannt. Ich gehe mit anderen Frauen in meinem Online Raunachtskurs durch die Zeit, in der sich die Schleier zwischen den Welten öffnen. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit dir und dich als Coach dabei zu begleiten.

In Verbundenheit
Gwynnefer Sylvia Kinne

Mein 15 tägiger – Online Workshop gibt Dir eine Schritt – für – Schritt – Anleitung, Deine Intuition wahrzunehmen. Diese Nächte sind eine besondere Zeit für Selbstreflektion. Du bekommst praktische Vorschläge zum Orakeln und Räucherrituale. Außerdem erhälst Du wertvolle Anregungen für einen zauberhaften und besinnlichen Umgang mit den Raunächten.

Ich starte mit dem Kurs am 20.12.2015

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Zeit der Freude, Liebe und des Friedens
Adventskalender 2016

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo liebe Gwynnefer,
    ach wie spannend von dir zu lesen! 🙂 Danke für deine wundervollen Worte und deine berührende Art zu schreiben! Wie witzig ich es finde, dass du auch beim SchreibGlückKurs teilgenommen hast. Ich bin auch Teilnehmerin und mein Jahr stand bisher auch unter dem Zeichen des Schreibens. Super spannend, dass die Raunächte damit in Verbindung gebracht werden können. Bisher ist das noch ein komplett neues Thema für mich!

    Danke für deine Gedanken und wundervolle Raunächte für dich!

    Von Herzen, Nadin

    Antworten
    • Liebe Nadin,

      ich lade dich ein die Raunächte mit anderen schönen Frauen kennen zulernen.
      Vielleicht sehen wir uns ja auch auf der Seite. 🙂

      Alles Liebe
      Gwynnefer

      Antworten

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