Die kleine Philosophie der Dominanz

Die kleine Philosophie der Dominanz
Nur für Frauen

Dominanz und Macht sind große Themen und eröffnen einige Felder, denen ich mich in diesem Beitrag versuche anzunähern.

Zunächst einmal klingt für Frauen immer eine negative Komponente mit, wenn ich von Dominanz und Macht spreche.  Hast du dir das schon einmal überlegt? Um Dominanz und Macht ausüben zu können, bedarf es immer zwei Personen. Alleine mit mir geht das nicht. Das bedeutet also, es gibt einen, der die Dominanz hat und der andere, der es zulässt. Das gibt doch zu denken, oder? 

Aus meinem Verständnis heraus gibt es ein positives und negatives Verständnis von Dominanz. Dominanz ist nicht gleichbedeutend mit Gewalt oder Missbrauch. Wie für alles im Leben gibt es auch hier eine helle und eine dunkle Seite zu betrachten. Ich meine, Dominanz ist zu unrecht in Verruf geraten. Nur weil es häufig durchsetzen mit Gewalt, sich über andere erheben, Missbrauch und beherrschen verbunden ist. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit über Dominanz. 

In einem historischen Rückblick erkennen wir Frauen, dass wir ausgeschloßen waren, wenn es um Dominanz und Macht ging. Es war uns früher nur durch Manipulationen über unsere Ehemänner möglich Einfluss zu nehmen. Manche Frauen versuchen heute noch Männer zu manipulieren. Ich finde, das ist eine äußerst destruktive Umgangsweise in Beziehungen. Frauen und Dominanz sind immernoch nicht ganz im selbstverständlichen Einklang, was der historischen Machtlosigkeit zu verdanken ist. 

Dabei können Dominanz und Macht durchaus positiv gedeutet werden. „Für mich ist es eine große Vision, Männerbesetzte Worte mit weiblichen Werten und Inhalten zu füllen, neu zu definieren.“ (Zitat aus dem Buch „Natürlich dominant – Impulse für deine kraftvolle Weiblichkeit – Herausgeberin Gwynnefer Sylvia Kinne)  Wir Frauen benötigen eine Umdeutung und eine klare Trennung von Gewalt. Dominanz kann eine Chance zu Wirksamkeit in verschiedenen Handlungsräumen sein. Wo und welche Verantwortung möchtest du übernehmen? Wo und wie setzt du deine Dominanz dabei ein?
Wenn wir das Wort Dominanz von der Gewalt trennen, wird es möglich den eigenen Handlungsaspekt mehr zu bestärken und ins Handeln zu kommen. Eine positive Betrachtungsweise ist dabei sehr unterstützend. 

Immernoch werden Frauen in Machtpositionen nicht gleichwertig wahrgenommen. Dazu kommt, dass niemand so richtig weiß, was denn ausgeübte positive Macht überhaupt ist. Es fehlen weibliche Vorbilder. Welches Vorbild für positive, weibliche Macht kennst du?
Oprah Winfrey, Michelle Obama und Whoopi Goldberg fallen mir spontan dazu ein. Sie sind für mich große Vorbilder in sehr machtvollen Positionen, mit weiblicher Ausstrahlung. Alle haben eine große Vision, mit einer persönliche Stärke in Aktion. 

Dominanz ist IMMER mit Verantwortung verknüpft. Es ist für mich die Chance etwas zu bewirken, zu verändern und mit der eigenen Handlung sichtbar zu werden. In meinen Gesprächen mit Frauen wurde mir immer wieder gesagt, dass Frau sich vor der eigenen Kraft und Macht fürchtet… und daher sehr zögert, diese wieder aufzunehmen. Positive Dominanz beachtet IMMER die Motive und die Mittel, mit denen sie etwas erschafft und untersucht, diese sehr genau nach Kriterien von Wert, Verantwortung, Mitgefühl, Liebe und Glück.

Wenn Frauen die Dominanz und Macht für sich Entdecken, lernen sie, ihre Potenziale zu entfalten, ihre eigenen Ziele durchzusetzen und letztlich ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen. 

Erzähle mir deine Meinung, wie du dich wieder deiner persönlichen Stärke und der positiven Dominanz zuwendest, zum Wohle derer, die du liebst, und zum Wohle der Welt!

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Was bereust du, wenn dein Leben zu Ende geht?
Die Welt in 100 Jahren

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Martina Meißner
    15. Februar 2018 8:50

    Liebe Sylvia!
    Da du den Namen meiner Schwester trägst, möchte ich auch dich Sylvia nennen. Ist es OK für dich.
    Habe bis jetzt immer mit großen Interesse deine Beiträge gelesen. Nun ist es an der Zeit das ich auch einpaar Worte schreibe. Du hattest von den Vorbilder der Frauen gesprochen, wo sind sie geblieben.
    Da gibt es für sehr viele. Z.B unsere Mütter, sie müßten doch für uns Vorbilder sein. Alles was sie taten, haben sie aus reine Liebe getan ( was sie selbst als Liebe verstanden haben). Oder die Frauen die Dresden wieder aufgebaut haben. Wir nannten sie die Trümmerfrauen. Da verbeuge ich mich heute immer noch vor ihnen.
    ich komme aus Dresden,
    Bin später umgezogen. Dort hatten die Frauen ( in der DDR Machtvolle Positionen usw.) Ich würde sagen, da war die Frau emanzipierter als in der BRD.
    nach der Wende ist vieles zum Leidwesen vieler kaputt gegangen. Warum, woll. Die Frage können wir Frauen uns selbst stellen. Haben sich die Frauen von dem Blink Blink ablenken lassen, statt zu sagen. Nein wir wollen eigenständig bleiben. und unserer Aufgabe noch weiter ausbauen mit den Frauen aus der damaligen BRD. Ich habe alle beide Seiten damals erlebt. War schon verwundert, das was in dem sogenannten Westen, die Frauen so mit sich machen lassen.
    Nun ist es an der Zeit, das wir Frauen uns selbst wieder die Eigenverantwortung in die Hand nehmen und wenn wir heilen ,den Männern die Hand reichen.Auch sie sind verletzt worden und vielleicht brauchen auch sie eine Schulter zum ausruhen/weinen. Denn sie haben es auch schwer in dieser Zeit und vor ihrer Zeit.
    Die meisten wissen ja nicht einmal ob sie noch Männer sind. Da gibt es soviel, was wir gemeinsam auf arbeiten müssen Ich glaube ich habe jetzt die Kraft und Hingabe Das allen beiden helfe. Denn es fängt immer bei mir selbst an. Ich gehe mit meiner kleinen wilden Frau ein Bündnis ein und lade dabei auch meinen kleinen wilden Mann mit ein. Ich weiß es ,so kann ich als Frau mir treu und Achtsam mit allen durch mein Leben und das Leben gehen.
    Es war einfach mir ein Bedürfnis dies zu schreiben. Bin sonst keine Frau die schreibt. ich gebe meine Worte meistens mündlich weiter.
    Auf diesem Wege sende ich dir für dein Buch, das es viele Frauen erreichen möchte und das sie viele Erkenntnisse daraus ziehen und ihre Rolle als Frau gerecht werden. Sich selbst wieder leben.
    Noch eine dicken fette Umarmung von mir und lasse dich feiern Deine Martina
    P.S. Habe noch was. Deine Videos erinnern mich an mich. Finde es sehr Interessant, deine Bewegungen und wie du sprichst, als würde ich dort stehen. ich finde es immer wieder interessant.

    Antworten
    • Liebe Martina,

      danke für deine schriftlichen Worte. Es ist wundervoll, dass du dich zeigst.

      Oh ja, die Trümmerfrauen waren sehr dominant. Gott sei dank! Ihnen haben wir sehr viel zu verdanken. Dresden wäre ohne sie heute nicht das, was es ist. Sie haben eine unglaubliche Arbeit geleistet und das unter schwersten Bedingungen. Sie mussten sich durchbeißen, durchsetzen und aktiv sein. Sie setzten ihr Macht zum Wohle aller ein.

      Welches Vorbild hast du in der jetzigen Zeit?

      Liebe Grüße zu Dir

      P.S. Vielleicht magst du am Mittwoch den 28.2. um 18 Uhr oder 19 Uhr in den Salzsalon zur Buchlesung kommen? Dann können wir uns auch ganz persönlich begegnen. Das würde mich sehr freuen.

      Antworten
  • Ulrike Frobeen
    15. Februar 2018 9:11

    Ich bin bald 64 Jahre und liebe den R A U M neuen Erlebens , Bedenkens und Gestaltens – der FÜLLE & der wissenden R U H E auf der Spirale meines WEIBLUCHEN LEBENS .* KRAFTVOLLE BUNTE FRÜCHTE * – LUSTVOLL & NÄHREND

    Antworten

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