Liebe ist für immer

Gastartikelreihe
“ Mut zum Trauern“

© Beate Seebauer

“Liebe ist für immer. ” Safi 31.12.16

Dieser Gedanke ist tröstlich und doch gab es eine Zeit in meinem Leben, da konnte ich das nicht fühlen. Ich war so gefangen im Verlust und der Trauer über meine geliebte Hündin Safi. Sie wurde so plötzlich aus meinem Leben gerissen und ich hatte keine Möglichkeit mich, auf das was irgendwann alle Tierbesitzer trifft vorzubereiten.

Es war ein Schock, der einen tiefen Fall nach sich zog. Der Schock lähmte meinen Körper und es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder zu Kräften kam. Heute weiß ich, das ist normal. Man muss sich deswegen nicht schlecht vorkommen. Einen Schock zu überwinden ist gleichzusetzen mit einem Marathon, der über mehrere Wochen geht. Zumindest war es bei mir so.

Dies war aber nicht mein erster Verlust. Ich musste schon mehrere Hunde verabschieden und auch Menschen aus meiner nächsten Familie sind schon nach Hause gegangen. Dennoch war es dieses Mal anders. Da dachte ich doch ernsthaft, ich hätte alles schon erlebt, wüsste über das Sterben und die Trauer schon Bescheid und doch erlebte ich sie dieses Mal ganz anders. Heftig. Ich konnte den Sinn im Leben nicht mehr erkennen, stellte alles in Frage, vor allem die »Unwichtigkeiten« über die man sich so sehr aufregte.

Haben wir denn eigentlich vergessen, warum wir hier sind? Diese Frage war nur eine von vielen, die ich mir während meiner Trauer stellte. Jeder Augenblick, jeder Moment, den wir mit jenen verbringen können, die wir wirklich lieben, sollten wir feiern und nicht auf später verschieben, denn später ist vielleicht gar nicht mehr. Das wurde mir schlagartig bewusst. Leider viel zu spät, denn mein Liebling war nicht mehr.

Die Trauer und der Verlust unserer tierischen Freunde ist für mich nichts anderes, als wenn ein geliebtes Menschenwesen geht. Manche verstehen das nicht. Vielleicht jene, die noch nie ein Haustier hatten und Bedingungslosigkeit noch nicht erlebt haben. Dennoch dauert Trauer so lange, wie sie dauert und wir können von Menschen, die einen tierischen Gefährten verloren haben nicht verlangen, dass sie schon nach wenigen Tagen wieder die Alten sind. Es wäre ein Leichtes den Menschen den Raum und die Zeit zu geben, die sie für ihre Trauer brauchen, wenn wir nur ein bisschen toleranter und empathischer sein könnten.

Trauer ist kein Gefühl, welches man nach ein paar Tagen einfach abstellt. Und doch ist es überwindbar. Wie lange das dauert, hängt von jedem Einzelnen ab und es gibt auch kein Rezept dafür. Was ich aus meiner Erfahrung mit an die Hand geben kann, lasse dir die Zeit, die notwendig ist. Fühle den Schmerz, lasse ihn zu, bekämpfe ihn nicht, aber mache dann, irgendwann, wenn es für dich der richtige Zeitpunkt ist mit der Situation deinen Frieden. Erst dann wird in deinem Herzen das Gefühl entstehen können, welches nicht nur ein Wissen ist, dass alles gut ist und Liebe für IMMER. Deine Beate

Über die Autorin

Mein Name ist Beate Seebauer.
Ich bin Autorin, Tierkommunikatorin, Seminarleiterin und Coach.
Ich begleite Menschen auf Ihrem Weg, ihre Tiere besser zu verstehen.

www.beateseebauer.com

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Notausstieg aus dem Leben 

Immer wieder Weihnachten

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