5 Schlaftipps für Pflegende

Kaum treffen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des ersehnten Frühlings ein, lässt auch die Frühjahrsmüdigkeit nicht lange auf sich warten. Alles beginnt zu sprießen und zu gedeihen. Nur unser Stoffwechsel braucht ein bisschen mehr Zeit um sich umzustellen. 

Fakten zum Thema Schlaf.

100 Jahre schlief Dornröschen im Märchen der Gebrüder Grimm.
Ein Elefant schläft 2 bis 4 Stunden und eine Fledermaus 20 Stunden.
32 % der Deutschen schlafen 7 Stunden pro Nacht.62 % der Menschen nutzen Musik als Einschlafhilfe. 
67% der Frauen und 55% der Männer haben Schlafprobleme nach der Umstellung auf die Sommerzeit. 
Diese Zahlen springen mich beim lesen des letzten dm-Magazins Alverde (März 2019) an.

Warum zähle ich dir einige Fakten zum Schlaf auf? 
Heute ist Welttag des Schlafes. Darum widme ich dieses inspirierende Thema meinem heutigen Blogbeitrag

Die Forschung hat bis jetzt noch keine Wunderpille gegen die Demenz gefunden.
In den Neuro-Highlights (Medscape, 10. Dez. 2018) erklärt Prof. Dr. Hans-Christoph Diener zur Demenz:
“Alle medikamentösen Studien sind gescheitert. Das liegt wohl daran, dass die Erkrankung beginnt, 30 Jahre bevor die ersten Symptome auftreten.
Das einzige, was man machen kann, ist Prävention: Veränderung des Lebensstils, Behandlung vaskulärer Risikofaktoren, Sport.”
Ein weiterer wichtiger Punkt dabei ist ausreichender und vor allem erholsamer Nachtschlaf. Warum und wie unser Gehirn während des Schlafes regeneriert, untersuchen Schlafforscher seit Jahrzehnten. Aber eines steht heute schon fest: Schlafmangel und Demenz sind ein teuflisches Duo! 

Das Schlafbedürfnis älterer Menschen nimmt ab. 

Demenzerkrankte bewegen sich in der Regel am unteren Level des Schlaf-Zeitfensters und haben somit einen durchschnittlichen Schlafbedarf von etwa sechs Stunden. Angehörige oder Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen stehen oft vor großen Herausforderungen, wenn es um die Pflege und Betreuung von Demenzkranken mit Schlafstörungen geht. Für Pflegende ist das mit großen Anstrengungen verbunden. Sie können selbst kaum fest und erholsam schlafen, weil sie fortwährend ein „Ohr“ für die an Demenz erkrankte Person haben müssen und sich bei deren Aufwachen entsprechend um sie kümmern müssen.
Raumtemperatur, Umgebungsgeräusche, Beleuchtung/Licht, Bettausstattung, Schlafbekleidung, Nahrungsaufnahme und Zufuhr von Flüssigkeit, Toilettengang, Rituale und Tagesgestaltung erfordern entsprechende Maßnahmen und Verhaltensweisen, welche zur Förderung eines erholsamen und guten Schlafs geeignet sind. 

Einige Tipps findest du hier:
http://www.alzheimerforum.de/2/3/10/demenzschlafAF.pdf

Was für den Körper der Schlaf ist, ist für die Seele die Freude. 

Eine große Rolle bei der häuslichen Pflege spielen Angehörige – Ehepartner, Partner und Kinder. Wenn du als pflegender Angehöriger von einem von beiden zu wenig hast, ist es Zeit dagegen zu steuern. Die seelischen und körperlichen Anstrengungen (u.a. auch Schlafmangel) führen häufig dazu, dass eigene Bedürfnisse in den Hintergrund treten. Pflegende Angehörige sollten sich mindestens einmal im Jahr eine Auszeit in Form eines Urlaubes gönnen, um sich selbst wieder aufzutanken. Ich finde das sehr WICHTIG! Denn nur wer weiß, wie er sich selbst pflegen kann, kann auch andere pflegen. 

5 Tipps für mehr Schlaf 

1. Um Hilfe bitten 

Idealerweise verteilt sich die Pflege auf mehrerer Menschen, die sich in der Pflege und Betreuung abwechseln, damit sie für keinen eine Überforderung darstellt. Man kann den Partner oder die Familie um Hilfe bitten. 

2. Passe deine Schlafgewohnheiten an

Nach dem Mittagessen ist eine Mittagsruhe für alte Menschen sinnvoll. Nutze die Zeit auch für dich. Der Mittagsschlaf sollte zwischen zehn und dreißig Minuten liegen. Nicht länger. Ein kurzes Mittagsschläfchen, bei dem man nicht in den Tiefschlaf fällt, entspannt dich und die Dinge am Nachmittag gehen dir leichter von der Hand. 

3. Schraube deine Ansprüche herunter

Viel schwerer war die Diagnose Alzheimer und die Pflege meines Mannes. Vier Jahre habe ich es irgendwie gestemmt. Das Wort ‚perfekt‘ war komplett gestrichen. Loslassen war irgendwann die einzige Möglichkeit. Heute lebt mein Mann in einer Demenzgruppe und ich kann mich viel entspannter kümmern. Auch um mich. Das ist nicht perfekt, aber so gut wie möglich. Entspannt selbstbewusst – so gut wie möglich…nimmt den Druck. Es setzt eine Energie frei, die eine verbissene Perfektion eher rauben würde. Man entdeckt ein Meer an Möglichkeiten…und schöpft daraus.“ 
(Zitat aus meinem E-Book „Nicht perfekt, aber glücklich) 

4. Gehen Sie vor dem Schlafengehen noch einmal durch die Gedanken Ihres Tages

Achte dabei darauf, dass vor allem ins Auge gefasst wird, was schön war, was gelungen ist, was deinen Tag erfüllt hat. Ein besonders schönes Ritual ist es, solche guten, beglückenden Momente festzuhalten. Besorge dir ein besonders schönes Buch und und halte die guten Dinge darin fest.
Folgende fünf Fragen können dich dabei unterstützen.
– Was habe ich heute besonders gut bewältigt?
– Wofür bin ich heute besonders dankbar?
– Wer hat mich heute inspiriert und unterstützt?
– Was hat mir heute Freude bereitet?
– Worin war ich heute wirklich gut? 

Wenn wieder einmal dunklere Stunden kommen, kann man darin blättern und neue Kraft schöpfen. 

4. Mach mal wieder Urlaub

Für pflegende Angehörige, die z.B. in Urlaub fahren, kommt eine Verhinderungspflege in Frage. Die Pflegekasse zahlt bis zu sechs Wochen im Jahr, wenn mindestens Pflegegrad 2 vorliegt. Wichtig zu wissen ist auch, dass der jährliche Kostenrahmen für die Verhinderungspflege auf 1.612 Euro begrenzt ist.

(Quelle: http://www.pflegedienst-lausitz.com/ersatzpflege-verhinderungspflege-urlaubspflege-senftenberg/)

Welche Erfahrungen und weiter Tipps hast du zu dem Thema? 

Oder stellt das für dich eine Herausforderung da und du fühlst dich hilflos und überfordert?
Ich bin als Pflege Coach richtig gern für dich da. Lass uns über deine Sorgen reden und gemeinsam finden wir Wege. 

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Kriegskinder und Kriegsenkel
An alle, die sich anderer Menschen annehmen

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