An alle, die sich anderer Menschen annehmen

Heute teile ich einen Text vom Dalai Lama, weil ich die Bedeutung und Schönheit vom pflegen anderer Menschen, hervorheben möchte. Im Umsorgen anderer liegt eine Quelle des Glücks und der Befriedigung. Stehst du voller Freude im Dienst zu vollkommen mittellosen, wehrlosen oder an einer unheilbaren behinderten Menschen?
Dir schenke ich den Text, damit du fühlen kannst, wie wundervoll du bist!


“Alle Menschen, die sich in den Dienst am anderen stellen – sei es nur im Bereich der Gesundheit, der Erziehung, im spirituellen, familiären und sozialen Leben oder in einem völlig anderen Bereich -, erfüllen mich mit tiefster Freude. Jede menschliche Gesellschaft bringt eine Menge Probleme und Leid hervor. Wer sein Möglichstes gibt, um diese Schwierigkeiten zu lösen, verdient Lob.
Vom buddhistischen Standpunkt aus gesehen ist es wichtig, dem anderen nicht einfach aus Pflichtgefühl oder zum Zeitvertreib zu helfen – so, wie viele Menschen zum Zeitvertreib ihren Garten pflegen. Hilft man hingegen aus Liebe und Mitgefühl, mit einem Lächeln und freundlichen Worten, dann wird man den anderen ganz sicher glücklich machen. Selbst wenn man dasselbe tut wie derjenige, der aus Pflichtgefühl hilft, die positive Wirkung ist doch unendlich viel größer.
Als Arzt sollten sie die Kranken nicht aus Routine heraus behandeln. Die Patienten werden dann das Gefühl bekommen, dass man sich ihrer nicht wirklich annimmt, dass man sie nicht aufmerksam untersucht oder wie Versuchskaninchen behandelt. Manche Chirurgen, die nichts anderes tun als operieren, nehmen ihre Patienten nur mehr als Maschine wahr, die repariert werden müssen; sie sind nicht mehr bewusst, dass es sich um Menschen handelt. Sie haben den Menschen selbst aus den Augen verloren; sie sehen nur mehr Organe, die sie aufschneiden, ersetzen und wieder zusammennähen, als ob sie Autoersatzteile oder Holzstücke vor sich hätten.

Wenn man mit anderen Menschen zu tun hat, ist es sehr wichtig, eine altruistische Haltung zu entwickeln. Diese Haltung kommt nicht nur dem zugute, dem sie entgegengebracht wird, sondern auch dem, der sie kultiviert. Je mehr und das Wohlergehen anderer Menschen am Herzen liegt, desto besser sorgen wir auch für unser eigenes Glück. Aber daran dürfen sie nicht denken, wenn sie Gutes tun! Erwarten sie keine Gegenleistung, haben sie nur das Wohlergehen des anderen im Auge.
Genauso wenig sollten sie sich gegenüber dem Menschen, dem sie helfen, überlegen fühlen. Egal, ob sie ihm ihr Geld, ihre Zeit oder ihre Energie opfern, tun sie es stets in der Haltung der Demut heraus, auch dann, wenn der andere schmutzig, schwächlich, dumm oder in Fetzen gekleidet ist. Wenn ich einem Bettler begegne, dann bemühe ich mich immer, ihn nicht las einen Unterlegenen zu sehen, sondern als Menschen, der sich in feinster Weise von mir unterscheidet.
In diesem Zusammenhangs auch ein anderer Punkt wichtig: Wenn sie jemanden helfen, dann begnügen sie sich nicht damit, seine unmittelbaren Probleme zu lösen, indem sie ihm zum Beispiel Geld geben. Geben sie ihm auch ein Mittel an die Hand, die es ihm erlaubt, seine Probleme selbst zu lösen.”

Quelle: Buch “Ratschläge des Herzens” – Dalai Lama (Diogenes)


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Vorurteil und Neuanfang

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